Fressnapf
11.08.2010 | : Fressnapf-Star: Mach Dein Haustier zum Covergirl /-boy!
Kunde:
Die Fressnapf Handels GmbH bietet Tierbesitzern „Alles für mein Tier“ und ist mit knapp 90 Märkten und ca. 100 Mio. Euro Umsatz die Nr. 1 im Fachhandel für Tierbedarf in Österreich.
Aufgabe:
Fressnapf Österreich trennt sich im Sommer 2010 von der bis dahin mit Deutschland zusammen genutzten Online-Community, um noch besser und direkter auf die Online-Nutzer eingehen zu können und dem Online-Marketing im Rahmen der Gesamt-Marketing-Strategie mehr Gewicht zu geben. Ziel ist es, die österreichischen Community-Mitglieder auf Facebook zusammen zu führen, um dort in einen direkteren Austausch mit den Fressnapf Kunden treten zu können, den Nutzern auch untereinander einen direkten Kontakt zu ermöglichen und die sich bei im Social Web allgemein und speziell bei Facebook bietenden Möglichkeiten im Marketing für Fressnapf zu nutzen.
Ziele:
- Start der Social Media Strategie und sammeln von ersten Erfahrungen, um darauf aufbauend die Gesamtstrategie zu optimieren und erweitern.
- Steigerung des Bekanntheitsgrads und Etablieren der Facebook-Page
- Überführen der österreichischen Community-Nutzer zu Facebook
- Gewinnen von neuen Fans und Nutzer über Facebook
- Nutzung der viralen Effekte von Facebook zur Kommunikation der Kampagne
- Gewinnen von Newsletter-Empfängern für Fressnapf Österreich
Lösung:
Konzeption und Umsetzung einer crossmedialen Kampagne unter dem Titel „Fressnapf-Star“ mit vollständiger Integration der Facebook-Social-Plugins. Basis ist eine einfach und intuitiv nutzbare Kampagnen-Plattform mit Bildupload und Bewertungsfunktionalität auf der jeder Besitzer eines Tieres, Bilder seines Lieblings mittels des Facebook-Like-Buttons bewerten lassen kann. Der Teilnehmer mit den meisten Stimmen wird Fressnapf-Star und kommt auf das Cover des Fressnapf-Kalenders 2011. Die Laufzeit der Kampagne beträgt 4 Wochen.
Ergebnisse:
- 25.000 Bilder von rund 24.000 Nutzern
- Rund 60% der Teilnehmer haben sich für den Fressnapf Österreich Newsletter angemeldet – 14.500 neue Newsletter-Adressen
- 500.000 Besuche, 300.000 Besucher und 3,2 Mio. Page Impressions auf der Microsite im Aktionszeitraum.
- 6 % des Traffics auf Fressnapf.at kommen über den Fressnapf-Star. 80 % davon sind neue Besucher.
- 10.000 neue Fans für die Fressnapf Facebook Page
- Auf der Facebook Page herrscht aktionsgebunden ein reger Austausch der Nutzer untereinander und auch mit Fressnapf
- Fressnapf zeigt hier durch schnelle Reaktionen und lösungsorientierte Ratschläge seine Stärke als Ansprechpartner und damit auch echte Kundennähe.
02.07.2009 | : Sims 3 - neues Spiel, neues Glück, neue Kooperation
Nach den erfolgreichen Kooperationen zwischen Electronic Arts (EA) und der Fressnapf Tiernahrungs GmbH im Rahmen der Veröffentlichungen von Erweiterungspakets "Haustiere" für "Die Sims™ 2" und "SimAnimals" folgt jetzt der dritte Streich und Fressnapf präsentiert zum Start von "Die Sims™ 3" den von neu aufgelegten Klassiker "Finde alle Fehler".
Die Nutzer sind eingeladen im Rahmen eines Flashgames Fehler in verschiedenen Szenenabbildungen aus dem aktuellen Spiel "Die Sims™ 3" zu entdecken. Dabei haben sie natürlich nicht ewig Zeit. Die Uhr tickt, sind sie zu langsam, sind sie raus. Mit jeder gelösten Szene kommt der Spieler ein Level weiter, hat etwas weniger Zeit und etwas kniffligere Fehler zu finden.
Die Integration des Spieles erfolgt im Rahmen der bereits für "Die tierische Jagd nach dem grünen Diamanten" eingesetzte Sims Times, die für das neue Spiel um einen Activity Feed ergänzt wurde, über den die Spieler Statusmeldungen abgeben können. Nutzer der Fressnapf Community können sich mit ihrem gewohnten Login zum Spielen anmelden, neue Mitglieder werden bei Registrierung für das Spiel auch gleichzeitig Mitglieder der Fressnapf Community.
Wer seine Freunde dazu holen will kann die einzelnen Level per Mail verschicken und so Freunde und Bekannte mit ins Boot holen und natürlich die Konkurrenz erhöhen, denn am Ende winken exklusive Sims Preise.
02.06.2009 | : Welches Potential bieten Online-Communities und wie können Unternehmen es optimal ausschöpfen?
Welches ökonomische Potential steckt in Online-Communities und wie sehen die Erfolgsfaktoren für die Kundenbindung über Online-Communities aus? Alles Fragen, mit denen sich Marketer im Zeitalter von Web 2.0 herumschlagen müssen. Das Netz hat die Linearität der Markenkommunikation aufgehoben. Früher haben Unternehmen kommuniziert und Konsumenten rezipiert, oder es eben gelassen, heute kann jeder überall mitreden. Das ist mitunter unangenehmen und macht in erheblichem Maße ein Umdenken notwendig, es birgt jedoch auch enormes Potential, dass es abzuschöpfen gilt.
Brand Community, Marken Community oder Customer Community, egal welchen Namen man dem Kind gibt, im Ergebnis ist allen gemein, dass sie Kunden im Rahmen einer an eine Marke gekoppelten Community binden wollen. Die Ziele sind dabei ähnlich vielgestaltig wie die Unternehmen, die sich an Brand-Communities versuchen. Es geht häufig um eine Aufwertung des Markenimages, um eine Steigerung der Markenbekanntheit, um einen direkten Feedbackkanal, usw. usf.
In der aktuellen Absatzwirtschaft (06/2009) setzten sich die Autoren Klingsporn, Haag und Bailly mit einer Untersuchung der Marketingstrategieberatung Ogilvy Brains auseinander, die zu klären versucht, worauf es bei einer erfolgreichen Community ankommt und wie Unternehmen dieses Potential optimal ausschöpfen können. Auch die Fressnapf Community, die wir 2001 ins Leben gerufen haben und seither betreuen, wurde dabei unter die Lupe genommen. Basis der Untersuchung der Strategieberater von Ogilvy war eine empirische Arbeit von Dr. Fabian von Loewenfeld.
Drei zentrale Erfolgskomponenten für die Kundenbindung lassen sich demnach für Brand-Communities identifizieren:
"die Beziehung zwischen Kunde und Marke,
zwischen Kunde und Kunde sowie
zwischen Kunde und Community.
Bei der ersten Komponente, der Kunde-Marke-Beziehung, geht es um den persönlichen Dialog, das Erlebnis und das Identifikationspotenzial des einzelnen Kunden mit der Marke.
Die Kunde-Kunde-Beziehung beschreibt als zweite Komponente die gegenseitige Unterstützung der Community-Mitglieder - hier entstehen bisweilen sogar Freundschaften.
Die dritte Komponente, die Kunde-Community-Beziehung, umfasst die Erfüllung der Bedürfnisse der Mitglieder durch die Community und den Einfluss der Mitglieder auf Inhalte."
Die zugrunde liegende Studie zeigt, dass sich Kundenbindung und ökonomischer Erfolg umso positiver entwickeln, je besser und ausgewogener diese drei Komponenten eingebunden werden. Darüber hinaus nennt von Lowenfeld speziell für Online-Communities als formale Komponente die Zugänglichkeit als Erfolgskriterium.
"Damit sind die Vermarktung der Community und deren Nutzerfreundlichkeit gemeint.
Markengemeinschaften, die den Kunden unbekannt sind oder im Netz nicht gefunden oder bedient werden können, sind ökonomisch sinnlos.
Zumindest die passive Vermarktung ist immer Pflicht.
Doch selbst einfache Formen wie beispielsweise die Einbindung in andere soziale Netzwerke fehlen bei einigen der untersuchten Communitys."
Rund 40 Brand-Communities, darunter Tchibo, Volkswagen, GEO, Fressnapf, Campina, Krombacher, haben die Berater von Ogilvy Brains auf die Umsetzung der vier Erfolgskomponenten hin untersucht. Dafür haben sie die 4 Komponenten mit dem Messinstrument „Online Brand Community Scan“ auf 120 Kriterien umgesetzt.
"Im Durchschnitt aller betrachteten Markengemeinschaften kann jedoch von einer ausgeglichenen Besetzung des Beziehungsdreiklangs Kunde-Marke, Kunde-Kunde und Kunde-Community keine Rede sein. Im direkten Vergleich schneidet dabei die Beziehung zwischen Kunde und Marke mit 49 Prozent des Kriterienkatalogs noch am besten ab.
Community-Manager nutzen die entsprechenden Plattformen vor allem für den direkten Dialog über Texte, Videos, Bilder, Downloads oder Spiele.
[...]
Die Analyse der Kunde-Kunde-Beziehung als Erfolgskomponente erzielt über alle Communitys hinweg nur 39 von 100 Prozentpunkten.
Hier kommen bei den untersuchten Markengemeinschaften somit gerade die Funktionen zu kurz, die den Informationsaustausch und die gegenseitige Unterstützung unter den Mitgliedern fördern.
Nachdem "Menschen wie du und ich" mittlerweile zu einer der vertrauenswürdigsten Informationsquellen über Marken überhaupt avanciert sind, ist dies eine schwer verständliche funktionale Lücke.
[...]
So wenig die Unternehmen schon das Potenzial der Kunde-Kunde-Beziehung ausschöpfen - in noch geringerem Umfang nutzen sie die Möglichkeiten der Kunde-Community-Beziehung, nämlich nur zu mageren 29 Prozent Erfüllungsgrad.
Damit gehen nur wenige der untersuchten Markengemeinschaften auf die Bedürfnisse der Mitglieder nach Gemeinschaft und aktiver Teilhabe an der Community, an der Marke und ihren Produkten ein."
Als Positivbeispiele nennen die Ogilvy Berater für die Erreichbarkeit, die Campina Optiwell Community. Für die Kunde-Marke-Beziehung führen sie die Geo-Community aufgrund ... als Positivbeispiel an. Bei der Kunde-Kunde Beziehung kommt laut Ogilvy die Ebay-Community, aufgrund der ausgezeichneten Interaktionsmöglichkeiten der Mitglieder untereinander, am besten weg. Bleibt noch die Kunde-Community-Beziehung:
"Hier zeigt Fressnapf, wie es geht.
Der Tierfutterhändler bezieht die Liebhaber von Hund und Katze aktiv in die Weiterentwicklung der Community ein. In der "Meckerecke" haben Mitglieder die Möglichkeit, sich kritisch zur Marke, zu Produkten oder zur Fressnapf-Community zu äußern und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Selbst bei der Neugestaltung des Online-Shops sind die Nutzer und ihre Ideen gefragt. Die Anregungen und die Kritik werden vom Unternehmen sichtbar aufgegriffen und umgesetzt."
Das Fazit der Untersuchung ist insgesamt eher betrüblich, da die Berater von Ogilvy Brains festhalten, dass Online-Brand-Communities bislang eher als Markenplattformen denn als Markengemeinschaften genutzt werden und dass das Marketing der Unternehmen damit „deutlich über die Hälfte des empirisch abgesicherten Einflusses auf die Kundenbindung“ verschenkt.
Quelle: Absatzwirtschaft 06/2009

